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ist im Prättigau aufgewachsen und lebt in der Stadt Zürich. Seit 2004 schreibt sie Theaterstücke, Hörspiele und Erzählungen. Vorher arbeitete sie als Sozialarbeiterin, zuletzt in leitender Stellung. Diesen Frühling liest sie an den Solothurner Literaturtagen aus ihrem noch unveröffentlichten Manuskript „Der Widergänger“. Im selben Rahmen wird ihr Stück „Glut“ am Theater präsentiert, das im Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkts war. Anita Hansemann nahm am Dramenprozessor teil, wo sie das Stück „Schattenspiele“ schrieb. Sie erhielt mehrere Werkbeiträge und Atelieraufenthalte.
Lea und Johan sind verheiratet und beide in Renés Firma angestellt. Sie entwickeln die Präsentation für einen Auftrag, der sie an die Spitze ihrer Branche bringen wird: Ein unterirdisches Transportsystem soll den Norden mit dem Süden verbinden. Lea arbeitet seit Jahren daran, diesen Auftrag zu bekommen, der auch für sie persönlich ein beruflicher und privater Durchbruch werden soll. Konkurrent „Bochum“ ist ebenfalls im Rennen. Aber die haben keinen Steuerungsspezialisten wie Johan, der als einziger die entsprechenden Pläne ausarbeiten kann.
Eines Nachts vernimmt Johan den Ruf eines Fuchses. Er verpatzt daraufhin ein wichtiges Meeting und gefährdet die Bewerbung um den Auftrag. Lea versucht mit aller Kraft, diesen zu retten und ihr Leben, wie es war und sein soll, aufrecht zu erhalten. Aber der Fuchs wirft nicht nur Johan aus der Bahn.
Johan
Hab ihn rufen gehört.
Lea
Das gibt’s ab und zu, dass da ein Tier in der Nacht.
Johan
Er war anders.
Lea
Der Fuchs?
Johan
Der Ruf.
Lea
Ein Traum?
Johan
Wie deiner?
Lea
Ja.
Johan
Ich weiss nicht.
Glaub nicht.
Lea
Also: echt.
Johan
Eher.
Ja.
Lea
Da gibt es viele Füchse, die nachts über die Wiesen schnüren, durch einen Park oder die Strassen der Stadt. Manchmal, im Frühling, ab und zu ruft so einer, nach einer Fähe, vertreibt einen Rivalen aus seinem Revier.
Johan
Nicht so.
Lea
Wie dann?
Johan
Sein Geruch.
Lea
Doch ein Traum.
Nicht.
Was dann.
Werkstattaufführung
am 12. Juni 2010, 16.00 Uhr, Kleine Bühne
Szenische Einrichtung: Susanne Heising
Bühne: Martina Ehleiter
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